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1840 - 1869
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Die Wurzeln des Geschäftsfeldes Chemie der Evonik Industries AG

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1863
1866
1868
1843

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Der Frankfurter Senat beschloss, die neue Edelmetallscheiderei an den Münzwardein (Münzbeamten) Friedrich Ernst Roessler gegen Pacht und Sicherheitsleistungen zum eigenen Betrieb zu vermieten. Die Edelmetallscheideanstalt war der 1840 eröffneten Münze angegliedert. Roessler - Techniker mit unternehmerischem Weitblick - eröffnete die Scheideanstalt am 2. Januar und legte damit einen der Grundsteine für das Geschäftsfeld Chemie der Evonik Industries AG.

1847

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Der Chemiker Theodor Goldschmidt gründete am 8. Dezember in Berlin die Chemische Fabrik Th. Goldschmidt, eine weitere Wurzel des heutigen Evonik-Geschäftsfeldes Chemie. Der Standort des Betriebes befand sich zunächst an der Köpenicker Chaussee, unmittelbar angrenzend an die Kattun-Druckerei R. Goldschmidt & Söhne, eine der größten Stoff verarbeitenden Fabriken Berlins und wichtigste Abnehmerin der Goldschmidt-Produkte; Geschäftsführer waren dort zwei Onkel von Theodor Goldschmidt, Karl und Eduard Goldschmidt. Dementsprechend lieferte die junge chemische Fabrik zu Anfang in erster Linie Vorprodukte für die Textilveredelung, darunter Präpariersalz (Zinnsoda), Dextrin, Chlorkalk, Zinnsalz und geringe Mengen Chlorzinn.

1849

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Nur zwei Jahre nach der Gründung entschloss sich Theodor Goldschmidt, seine Fabrik aus Platzgründen zu verlegen. Die Wahl fiel auf ein Grundstück am Berliner Landwehrkanal. Damit wurde die Voraussetzung für eine erste, noch sehr zögerliche Vergrößerung der Geschäftstätigkeit geschaffen.

1860

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Raummangel machte auch in der Frankfurter Scheideanstalt Veränderungen notwendig. Der Platz in der Münze zur Verarbeitung der Nebenprodukte, die bei der damals gebräuchlichen Schwefelsäurescheidung von Gold und Silber anfielen, reichte nicht aus. So errichtete Friedrich Ernst Roessler in nächster Nähe an der Schneidwallgasse - auf dem Gelände des heutigen Evonik-Standorts Frankfurt - ein chemisch-technisches Labor.

1863

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Hector, der älteste Sohn von Friedrich Ernst Roessler, übernahm die Leitung des chemisch-technischen Labors in der Schneidwallgasse. Noch im selben Jahr begann er mit der Produktion von Silbernitrat und ein Jahr später mit der Fabrikation von Cyankalium. Cyankalium wurde für die Galvanotechnik und in späteren Jahren wie auch heute noch in großen Mengen für die Goldlaugung benötigt. So kam zum Metallbereich schon früh die Chemie hinzu.

1866

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Infolge des Preußisch-Österreichischen Krieges verlor die Stadt Frankfurt ihre politische Selbständigkeit. Die Münzprägeanstalt war nun eine königlich-preußische Behörde und dem Finanzminister in Berlin unterstellt. Dieser übernahm den Münzwardein Friedrich Ernst Roessler in seine Dienste. Dafür musste Roessler sich aus dem privatwirtschaftlichen Scheidegeschäft zurückziehen. Die Regierung kündigte die Räume im Münzgebäude und gestattete Roessler, die „fiskalischen Scheidereieinrichtungen gegen Erlegung des Materialwertes“ für seine beiden ältesten Söhne Hector und Heinrich - beide ausgebildete Chemiker - zu übernehmen. Heinrich Roessler verlegte den Edelmetallscheidebetrieb aus der Münze in die Räume des nahegelegenen chemisch-technischen Labors von Hector Roessler an der Schneidwallgasse. Das Labor zog um in einen Fabrikbau an der Gutleutstraße in Frankfurt am Main und wurde zum Werk Frankfurt der späteren Degussa. Heute gehört das Werk der amerikanischen Ferro Inc.

1868

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Unter der Firmierung Friedrich Roessler Söhne eröffneten die Brüder Hector und Heinrich die Frankfurter Edelmetall-Scheideanstalt zum 1. Januar als reines Privatunternehmen neu. Mehr als 100 Jahre blieb der Edelmetallbetrieb in der Innenstadt. 1972 wurde er in das neuerrichtete Metallwerk auf dem Gelände der damaligen Zweigniederlassung Wolfgang, die heutige Industriepark Wolfgang GmbH, in Hanau verlegt. Das Edelmetallscheidegeschäft kam im August 2000 zur Norddeutschen Affinerie, Hamburg, die den Betrieb an die Elbe verlagerte. Das ehemalige Metallwerk im Industriepark Wolfgang gehört heute zur belgischen Umicore-Gruppe.


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