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Kraftwerke für Strom und Wärme
Kraftwerke für Strom und Wärme


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Die Geschichte des Geschäftsfeldes Energie

Strom aus Steinkohle
Großprojekte und die Gründung der STEAG
Konsolidierung in der Nachkriegszeit
Gemeinschaftskraftwerke als Lösung
STEAG in der RAG
Wandel in den 1980er Jahren
Über das Revier hinaus
Bündelung der Energieaktivitäten
Strom aus Steinkohle

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Als in den 1920er und 1930er Jahren der Stromverbrauch sowohl in der Industrie als auch in den deutschen Privathaushalten rapide zu steigen begann, hatte der Ruhrbergbau in diesem Sektor den Anschluss verpasst. Längst wurde der lukrative Markt für elektrische Energie von den großen Braunkohlekraftwerken beherrscht, die seit dem Ende des 19. Jahrhunderts in rascher Folge entstanden waren. Und auch die Wasserkraft hatte sich auf diesem Markt eine feste Position erarbeitet. Dabei war es keineswegs so, dass der Ruhrbergbau keinen Strom erzeugte – dieser war nur überwiegend nicht für die Allgemeinheit, sondern zum Eigenverbrauch gedacht. Tatsächlich entstanden nach 1900 auf immer mehr Zechen Steinkohlegefeuerte Kraftwerke, doch produzierten jene nur wenige überschüssige Strommengen für den allgemeinen Markt. Die Hauptursache für dieses offensichtliche Versäumnis: Die Ruhrkohle war lange Zeit schlicht zu kostbar, um sie „nur“ zu verstromen. Und dieser Trend wurde durch die Neigung der Bergwerksgesellschaften, die besseren Kohlesorten bevorzugt zu fördern, noch verstärkt. Daneben war die Braunkohle-Förderung erheblich günstiger als die von Steinkohle.

Die Wende begann sich in den 1920er Jahren anzubahnen, als der Absatz der Ruhrkohle in etlichen Krisen litt und sich zudem erstmals „Sortenprobleme“ zeigten: immer mehr Zechen mussten nunmehr auf ungeliebte Kohlesorten zurückgreifen um ihre Lebensdauer zu verlängern, zudem erhöhte sich durch die zunehmende Mechanisierung beim Abbau der Anteil unreiner Kohlen bei gleichzeitig hohem Staubanteil. Als Lösung gingen zunehmend mehr Bergwerke dazu über, ihre so genannten „Ballastkohlen“ zu verstromen und den erzeugten Strom zu verkaufen, um ihre Erlösseite zu verbessern. In der Folge entstanden die ersten Großkraftwerke im Ruhrgebiet, ein Trend, der sich in den 1930er Jahren im Rahmen der nationalsozialistischen Aufrüstung noch verstärken sollte.

Großprojekte und die Gründung der STEAG

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Bis 1937 war die Stromerzeugung der Bergwerkskonzerne von Einzelüberlegungen bestimmt gewesen; die Gründung der Steinkohlen-Elektrizität AG – oder kurz STEAG – am 20. September des Jahres sollte dies ändern. Denn dabei handelte es sich um eine Gemeinschaftsgründung des Ruhrbergbaus, genauer des Rheinisch-Westfälischen Kohlen Syndikats (RWKS), der Gutehoffnungshütte, der Gelsenkirchener Bergwerks AG, der Harpener Bergbau AG und der Essener Steinkohlenbergwerke AG.

Anfängliches Ziel der STEAG war es, neben der Zusammenfassung der Stromerzeugung der Gründungsgesellschaften, auch zwei rüstungsmotivierte Großprojekte mit einer angemessenen Energieversorgung auszustatten. Nicht zufällig wurde das Unternehmen in Lünen gegründet, denn dort an der Lippe, nördlich von Dortmund, bauten die Vereinigten Aluminium Werke (VAW) unter großem Zeitdruck und mit massiver staatlicher Unterstützung eine Aluminium-Hütte, das so genannte Lippe-Werk. Da die Aluminium-Erzeugung eine äußerst stromintensive Angelegenheit ist, konnte der entstehende Bedarf nicht aus dem allgemeinen Netz gedeckt werden. Um dieses Problem zu lösen, baute die soeben erst entstandene STEAG innerhalb kürzester Zeit - bis 1940 - ein Kraftwerk mit der Leistung von 180 MW (vier Blöcke mit je 45 MW). STEAG war damit eines der ersten Unternehmen, das die seinerzeit in der Hochdruck-Technik gemachten Fortschritte nutzte. Mit dieser Technik maß sich STEAG mit den großen Braunkohlekraftwerken und stieß im Ruhrgebiet in neue Dimensionen vor.

Nahezu gleichzeitig wurde wenige Kilometer weiter westlich in Marl das Bunawerk der Chemische Werke Hüls GmbH errichtet, das durch die Erzeugung von künstlichem Kautschuk ebenfalls von größter rüstungstechnischer Bedeutung war. So entstand ein weiterer Strom-Großverbraucher, also lag der Gedanke nahe, auch hier STEAG als Gemeinschaftsunternehmen mit dem Betrieb eines Kraftwerks zu betrauen. Dieses hatte anfangs ebenfalls eine Leistung von 180 MW und nahm seinen Betrieb 1940 auf.

Der Grundstein für das heutige Geschäftsfeld Energie war damit in noch bescheidenem Umfang gelegt, denn durch den Zweiten Weltkrieg und seinen Ausgang sollte das Unternehmen längere Zeit ausschließlich auf seine Ausgangsbasis beschränkt bleiben.

Konsolidierung in der Nachkriegszeit

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In den beiden Kraftwerken Lünen und Marl hielten sich die Kriegsschäden in Grenzen, doch waren die wirtschaftlichen Aussichten aufgrund der schwierigen Lage der Stromabnehmer Chemische Werke Hüls und VAW längere Zeit eher unsicher. Erst in den 1950er Jahren verbesserte sich die Situation entscheidend, so dass STEAG beide Standorte sogar geringfügig ausbauen musste. In Lünen stieg die Stromleistung bis 1954 auf 230 MW, das Hüls-Kraftwerk wurde bis 1958 auf 207 MW ausgebaut. Weitergehende Pläne kamen in Zeiten der Hochkonjunktur des Ruhrbergbaus – bei gleichzeitiger Kapitalnot – nicht in Frage. Der Bedarf der Industrie an Steinkohle überstieg die Fördermengen des deutschen Bergbaus bei weitem, so dass zusätzlich auf Importkohle zurück gegriffen werden musste, was zu einem Preisverfall bei der deutschen Steinkohle führte und schließlich 1958 in einer massiv einsetzenden Absatz- und Strukturkrise des deutschen Steinkohlenbergbaus mündete. Dies sorgte in Verbindung mit weiter stark steigendem Energieverbrauch für neue Perspektiven bei STEAG zumal nun auch die Vorbehalte gegenüber der Stromerzeugung aus Steinkohle aufgegeben wurden. Im Grunde genommen wurde die Gesellschaft zu Anfang der 1960er Jahre noch einmal neu erfunden, nachdem die Unternehmen des Ruhrbergbaus beschlossen hatten, STEAG zur Grundlage wesentlich weiter gespannter Stromerzeugungsinteressen zu machen. Ein erster Schritt war dabei der Bau eines weiteren Kraftwerksblocks mit 150 MW Leistung in Lünen, der 1962 ans Netz ging. Damit kam das Lünener Kraftwerk nunmehr auf respektable 380 MW Stromleistung. Als Erinnerung an und Ehrung für den langjährigen Aufsichtsratsvorsitzenden der STEAG, Hermann Kellermann (1875 – 1965), wurde es auch „Kraftwerk Kellermann“ genannt.

Gemeinschaftskraftwerke als Lösung

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Zur Verbesserung des Absatzes und Lösung eigener Kostenprobleme gingen einige Ruhrkonzerne, darunter die Mannesmann-Tochtergesellschaft Essener Steinkohlenbergwerke AG, die Ewald-Kohle AG und die Rheinstahl Bergbau AG nunmehr dazu über, mit STEAG Gemeinschaftskraftwerke zu errichten. Dabei gingen sie auch erstmals, Kooperationen mit den „klassischen“ Stromerzeugern, insbesondere der RWE, ein. Mit den Gemeinschaftskraftwerken konnten neue Dimensionen im Kraftwerksbau auf Steinkohle-Basis bei akzeptablen Belastungen erreicht werden. Bereits im Mai 1961 erfolgte die Gründung der Gruppenkraftwerk Herne GmbH, an der STEAG zwar anfangs nur geringfügig beteiligt war, aber dennoch die Geschäftsführung ausübte. Mit hohem Tempo entstand in Herne ein ganz neues Kraftwerk, dessen Blöcke I (1962, 150 MW), II (1963, 150 MW) und III (1966, 300 MW) in schneller Folge ans Netz gingen.

Auch in Lünen tat sich etwas; hier beteiligte sich STEAG 1966 neben zahlreichen Bergbaugesellschaften an der Gründung der Gemeinschaftskraftwerk Ost GmbH. In der Nähe der bestehenden Anlagen errichtete die neue Gesellschaft, bei der STEAG wiederum die Geschäftsführung übernahm, bis 1970 einen Kraftwerksblock mit einer Leistung von 350 MW. Dies ermöglichte die Stilllegung der unwirtschaftlich gewordenen ersten vier Blöcke aus den Jahren 1938/40 bis 1971.

Nach einem ähnlichen Muster verfuhr man schließlich in Voerde am Niederrhein, wo ab 1967 das Gemeinschaftskraftwerk West errichtet wurde, dessen Blöcke I und II mit einer Leistung von je 350 MW 1971 ans Netz gehen konnten.

Etwas im Schatten dieser Großprojekte standen die Fernwärme-Aktivitäten der STEAG, die sich ebenfalls ab 1962 im Aufschwung befanden. Gegen Ende des Jahrzehnts betrieb STEAG über ihre Tochtergesellschaft STEAG Fernwärme GmbH Fernwärmeerzeugungsanlagen in Essen, Duisburg, Bottrop und Bochum, wo man unter anderem die Versorgung der im Bau befindlichen Ruhr-Universität organisierte.

STEAG in der RAG

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1969 veränderte sich die Geschäftsgrundlage für STEAG mit einem Schlag nachhaltig. Denn in diesem Jahr gründete die Mehrheit der Gesellschaften des Ruhrbergbaus zur Lösung von Strukturproblemen die Ruhrkohle AG (RAG) und brachten in diese neben ihrem Bergwerksbesitz auch einige Beteiligungen, darunter STEAG, ein. Ab 1971 hielt die neu gegründete RAG mit 55,2 % die Majorität der STEAG-Aktien und erhöhte diesen Anteil bis 1974 auf über 66 %. Dies hatte im Wesentlichen zwei Konsequenzen: Zum Einen wurde STEAG dadurch in immer stärkeren Maße auch der beherrschende Anteilseigner an den Gemeinschaftskraftwerken Herne, Ost und West – dies war möglich, weil die vorherigen Mitbesitzer nunmehr in der RAG aufgegangen waren oder ihre Anteile nach und nach an diese abtraten. Und zum Anderen „erbte“ STEAG aus dem Besitz der Altgesellschaften zahlreiche zu den Zechen gehörende Kraftwerke. Bei diesen Zechenkraftwerken handelte es sich allerdings überwiegend um veraltete Anlagen mit niedriger und mittlerer Leistung (die kleinsten waren die Kraftwerke Consolidation und Gneisenau mit je 6 MW Leistung), die kaum wirtschaftlich betrieben werden konnten. Eine Ausnahme stellte allerdings das Kraftwerk Walsum im Duisburger Norden dar, das über drei relativ moderne Blöcke aus den Jahren 1957 bis 1960 mit einer Leistung von zusammen 368 MW verfügte.

Während der 1970er Jahre kam es zu keinem weiteren Neu- oder Ausbau von Kraftwerken. Technisch interessant war allerdings die Installation der ersten Rauchgasentschwefelungsanlage nach dem Kalkwaschverfahren 1974 in Lünen.

Wandel in den 1980er Jahren

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Die 1980er Jahre waren für STEAG von zwei gegenläufigen Entwicklungen geprägt. Auf der einen Seite legte das Energieunternehmen aufgrund strengerer Umweltschutzgesetze – und hier vor allem die Technische Anleitung Luft (TA Luft) – eine ganze Reihe von kleinen Standorten still, die ganz überwiegend erst nach Gründung der RAG hinzugekommen waren. Auf der anderen Seite wurden nicht nur größere Investitionen bei den vorhandenen Großkraftwerken getätigt, sondern es wurde darüber hinaus auch ein neuer Kraftwerksstandort begründet. Bereits 1981 wurde im östlichen Ruhrgebiet in Kooperation mit den Vereinigten Elektrizitätswerken Westfalen (VEW) das Gemeinschaftskraftwerk Bergkamen mit einer Leistung von 747 MW in Betrieb genommen. Bei diesem Kraftwerk, das noch heute nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung arbeitet, sorgten bereits 1985 eine Rauchgasentschwefelung sowie 1989 eine Stickstoffoxid-Minderungsanlage für einen ersten Modernisierungsschub.

Die übrigen Großkraftwerke der STEAG wurden in den 1980er Jahren ebenfalls im Sinne der Emissionssenkung modernisiert. Darüber hinaus galt das Augenmerk der Leistungssteigerung. Beide Gedanken führten beim Kraftwerk Walsum 1988 zur Inbetriebnahme eines neuen Blocks mit einer Leistung von 410 MW, wodurch im gleichen Zug zwei alte Blöcke mit zusammen 218 MW stillgelegt werden konnten. In Herne ging 1989 der neue Block IV mit einer Leistung von 500 MW in Betrieb, während in Lünen bereits 1984 die Bahnstromerzeugung mit 110 MW aufgenommen worden war. Den größten Schub erlebte allerdings der verkehrsgünstig am Rhein liegende Standort West in Voerde. Neben dem bestehenden Kraftwerk wurden in den Jahren 1982 und 1985 zwei neue Blöcke mit zusammen 1.420 MW als Kraftwerk Voerde errichtet. Die Teilerneuerung der Rauchgasentschwefelungsanlage im Jahr 2005 brachte eine Leistungssteigerung von insgesamt 102 MW, so dass der Standort heute mit insgesamt 2.222 MW Leistung der größte Kraftwerksbetrieb des Unternehmens ist.

Parallel zu den Investitionen betrieb STEAG sehr zielbewusst die weitere Erhöhung ihrer Anteile an den Gemeinschaftskraftwerken, wodurch sie in allen Fällen zur bestimmenden Kraft aufstieg, beim Gruppenkraftwerk Herne gar zum Alleineigentümer.

Über das Revier hinaus

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In den 1990er Jahren wuchs STEAG endgültig über ihre jahrzehntelange Rolle als Anbieter von Industriestrom und Fernwärme im Ruhrgebiet hinaus. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands nutzte die nunmehr 100 %ige Tochtergesellschaft der RAG die Chance, sich am starken Wandel des traditionsreichen Chemiestandorts Leuna in Sachsen-Anhalt zu beteiligen. Ab 1994 errichtete sie ein Kraftwerk zur Versorgung der im Bau befindlichen Groß-raffinerie mit Strom und Wärme. Es ging 1996 mit einer Gesamtleistung von 158 MW in Betrieb. Besonderheit ist hier die Verbrennung von Rückständen aus dem benachbarten Raffinierprozess. Auf den in Leuna gemachten Erfahrungen aufbauend, beteiligte sich STEAG 2000 mit 80% an der REG Raffinerie Energie GmbH in Köln-Godorf, die in den Jahren 2002 bis 2004 das schon bestehende Kraftwerk der dortigen Shell-Raffinerie umfassend modernisierte und ausbaute.

1998 hatte die RAG die staatliche Saarbergwerke AG übernommen, wodurch auch deren Kraftwerksaktivitäten in den Konzern integriert wurden. Diese Integration wurde mit der Gründung der STEAG Saar Energie AG am 1. Oktober 2004 abgeschlossen. Schon früh hatte der Saarbergbau aufgrund der Eigenheiten der dortigen Kohlesorten seine Förderung in stärkerem Masse verstromt, als dies an der Ruhr der Fall war. Am Standort Weiher in Quierschied fiel der Startschuss zur Kohleverstromung bereits 1918, doch wurden größere Blöcke erst in den Jahren 1943/44 sowie 1963/64 verwirklicht. Die Jetztzeit begann in Weiher 1976 mit der Inbetriebnahme eines modernen 680 MW-Blocks. Nach der Stilllegung aller älteren Blöcke bis 2001 hat das Kraftwerk Weiher heute eine Stromleistung von 724 MW. Von etwas kleinerem Zuschnitt (insgesamt 502 MW) ist der Standort Völklingen-Fenne mit dem Modellkraftwerk und einem Heizkraftwerk aus den Jahren 1982 und 1989. Schließlich beteiligte sich STEAG mit 25% am Kraftwerk Bexbach. Es ging 1983 ans Netz und weist heute eine Leistung von 773 MW auf.

Seit Mitte der 1990er Jahre gewann der Bereich erneuerbare Energieträger zunehmend an Bedeutung und bildet mittlerweile das zweite Standbein der heutigen Aktivitäten. So entstand 1994 eine erste Geothermie-Anlage zur Fernwärmeversorgung in Erding bei München. Weitere Anlagen folgten in Simbach (2000) und Unterschleißheim (2003). Ebenfalls seit dieser Zeit wird die Nutzung von Grubengas aus dem aktiven wie dem stillgelegten Bergbau zur Strom- und Fernwärmeerzeugung, nicht nur im Ruhrgebiet und im Saarland, sondern auch international, zum Beispiel in Tschechien, Polen, Russland und China, vorangetrieben. Den dritten Bereich erneuerbarer Energie bildet die Strom- und Fernwärmegewinnung aus Biomasse, wobei in den seit Beginn des neuen Jahrtausends errichteten Anlagen überwiegend Altholz als Brennstoff eingesetzt wird.

Ab den 1980er Jahren profilierte sich STEAG zudem als Kraftwerksbetreiber und Anlagenbauer von internationalem Zuschnitt.

Schon 1983 hatte das Unternehmen durch die Übernahme der Oberbauleitung eines größeren Braunkohlekraftwerks in der Türkei erste Auslandserfahrungen sammeln können.

1998 ging in Kolumbien das Kraftwerk Termopaipa IV mit 165 MW ans Netz, Im Jahr 2000 begann der Bau des Großkraftwerkes Iskenderun im Südosten der Türkei, das mit einer Leistung von 1.320 MW Anfang 2004 die Stromerzeugung aufnehmen konnte – ein Meilenstein in der Geschichte des Geschäftsfeldes. Das jüngste Auslandsprojekt wurde 2006 abgeschlossen. Auf Mindanao (Philippinen) ging ein Kraftwerk mit einer Leistung von 232 MW ans Netz.

Bündelung der Energieaktivitäten

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Die 2004 begonnene Neuausrichtung der RAG und die Fokussierung auf die Geschäftsfelder Chemie, Energie und Immobilien brachte auch für STEAG Veränderungen mit sich. Zum Jahresbeginn 2005 wurden alle Aktivitäten der RAG in den Bereichen Kohlehandel, Kraftwerksbau und -betrieb, Entsorgung, Gas- und Fernwärmeversorgung bei STEAG gebündelt. Der anfängliche Stromerzeuger ist heute als Geschäftsfeld Energie von Evonik eine der tragenden Säulen des Konzerns. Als Experte für Steinkohlekraftwerke und erneuerbare Energien ist das Geschäftsfeld auf die Herausforderungen der Zukunft – die effiziente Nutzung von Energie durch den sparsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen und die Vermeidung von Emissionen – gerüstet.

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